Dürr CTS liefert eine schlüsselfertige Anlage, die VOC Aufkonzentration mit regenerativ-thermischer Oxidation (RTO) kombiniert. Die Lösung ist für den autothermen Betrieb konzipiert und ermöglicht eine zuverlässige Emissionsminderung bei gleichzeitiger Optimierung der Betriebskosten. Das skalierbare System integriert bestehende und neue Produktionslinien, unterstützt die langfristigen betrieblichen Anforderungen von AMP und steht im Einklang mit dem Unternehmensziel, die VOC Intensität bis 2030 um 10 % zu senken.
Ein aktuelles Projekt mit Ardagh Metal Packaging (AMP) unterstreicht diese Entwicklung. Am Produktionsstandort nahe Madrid, Spanien, implementiert AMP fortschrittliche Lösungen, die eine effiziente und umweltverträgliche Getränkedosenherstellung gewährleisten. In diesem Zusammenhang wurde Dürr CTS mit der Lieferung einer schlüsselfertigen Abluftreinigungsanlage beauftragt, deren Investitionsvolumen im einstelligen Millionenbereich liegt. Das Projekt integriert sowohl eine bestehende als auch eine neue Produktionslinie in eine kombinierte Gesamtlösung. Aufgrund steigender Abluftvolumen und Lösungsmittelkonzentrationen wurde ein zweistufiges Konzept umgesetzt, um einen effizienten und stabilen Betrieb sicherzustellen.
„Die Dosenindustrie entwickelt sich rasant weiter, wobei die Anforderungen sowohl an die Produktionseffizienz als auch an die Umweltverträglichkeit steigen. Die Abluftreinigung hat sich bereits als fester Bestandteil moderner Produktionssysteme etabliert. Nachdem wir bereits ein Projekt mit AMP erfolgreich abgeschlossen haben, freuen wir uns darauf, das Unternehmen dabei zu unterstützen, Compliance, Energieeffizienz und langfristige Wettbewerbsfähigkeit in Einklang zu bringen“, sagt Dr. Ralf Klöpfer, Co-CEO der Dürr CTS GmbH, im Hinblick auf die erneute Zusammenarbeit mit AMP.
Zweistufiges Konzept zur VOC-Behandlung für unterschiedliche Abluftströme
Kalte Abluftströme aus dem Prozess zur Innenbeschichtung der Dosen werden zunächst durch Filtration und VOC-Aufkonzentration behandelt, wodurch große Abluftvolumina mit niedrigen Lösungsmittelkonzentrationen effizient aufbereitet werden können. Die aufkonzentrierte Abluft wird anschließend einer regenerativ-thermischen Nachverbrennungsanlage (RTO) zugeführt, in welcher die Schadstoffe mit einem hohen Abreinigungsgrad beseitigt werden. Gleichzeitig wird heiße Abluft aus den Trocknungsöfen direkt in die RTO geleitet, um einen energieeffizienten Betrieb sicherzustellen.
Fokus auf Energieeffizienz und autothermen Betrieb
Die Energieeffizienz war ein zentrales Kriterium bei der Systemauslegung. Unter normalen Betriebsbedingungen ist die Anlage so konzipiert, dass sie mit einem sehr geringen zusätzlichen Energiebedarf arbeitet. Dies senkt die Betriebskosten und gewährleistet zugleich die zuverlässige Einhaltung der geltenden Emissionsvorschriften. Darüber hinaus verfügt das System über eine ausgefeilte Energierückgewinnung, welche es ermöglicht, zurückgewonnene Wärme im Produktionsprozess weiterzuverwenden. Die Bauweise unterstützt zudem eine effiziente Wartung durch praxisnahe Zugangs und Servicekonzepte, wodurch Standzeiten und Betriebsunterbrechungen minimiert werden.
Flexibilität war ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Auslegung der Anlage. Die Abluftreinigung ist zunächst auf die aktuellen Produktionsanforderungen abgestimmt, kann jedoch auf sich verändernde betriebliche Rahmenbedingungen angepasst werden.
Bewährte Partnerschaft und steigende Marktnachfrage
Das Projekt baut auf einer bestehenden Partnerschaft zwischen AMP und Dürr CTS auf. In der Vergangenheit wurde an einem weiteren AMP-Standort gemeinsam eine Abluftreinigungsanlage erfolgreich realisiert. Die bewährte Leistungsfähigkeit sowie die niedrigen Betriebskosten der Anlage waren entscheidende Faktoren im Entscheidungsprozess. Die Installation der neuen Anlage beginnt in den kommenden Monaten. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2027 geplant.
Das Projekt spiegelt einen übergeordneten Trend in der Dosenherstellungsindustrie wider. In den letzten Jahren hat Dürr CTS in diesem Segment Aufträge im Gesamtwert von mehr als 25 Millionen Euro gewonnen, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach nachhaltigen und energieeffizienten Produktionslösungen. Mit der Kombination aus Prozesskompetenz, integrierter Anlagenplanung und Fokus auf die Gesamtbetriebskosten unterstützt Dürr CTS Dosenhersteller weltweit weiterhin dabei, sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Ziele zu erreichen.


